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Thema: Wurzelkanalbehandlung

Aufbau eines ZahnesDer „Zahnnerv“ (die Pulpa) kann sich unter Umständen stark entzünden oder ganz absterben. Dieses äußert sich häufig in Schmerzen oder anderen Beschwerden. Es kann aber auch völlig unbemerkt geschehen, so dass wir erst beim Kältetest oder Röntgen das Problem entdecken. Nun besteht Handlungsbedarf, denn ein kranker oder toter „Nerv“ kann die Ursache für verschiedenste Beschwerden irgendwo anders im Körper sein. Eine Wurzelkanalbehandlung wird notwendig. Sie funktioniert folgendermaßen:

  • Um zu verhindern, dass über den Speichel neue Bakterien in den Wurzelkanal gelangen, isolieren wir den Zahn in manchen Fällen mit einem Gummituch, dem sogenannten Kofferdam-Gummi.
  • Nun öffnen wir den Zahn und entfernen die entzündete oder tote Pulpa mit feinen Feilen aus dem Zahninneren. Ist die Pulpa noch nicht vollständig abgestorben, wird sie zuvor mit einer Anästhesie betäubt.
  • Mit einem speziellen Messgerät (unser modernes Raypex 5 Endometrie-Messgerät) ermitteln wir die Länge der Zahnwurzel. Mit diesem Verfahren ersparen wir dem Patienten die Strahlenbelastung, die bei herkömmlichen Wurzelkanalbehandlungen durch das Röntgen in dieser Phase entstehen würde. Bei uns kommt das Röntgen wirklich nur dann zum Einsatz, wenn aufgrund der anatomischen Gegebenheiten beim Patienten die Ergebnisse unseres Endometrie-Messgeräts zusätzlich kontrolliert werden müssen.
  • Nach der Berechnung der Zahnlänge werden alle Wurzelkanäle (je nach Zahn 1 bis 4) sorgfältig gereinigt und erweitert. Wir setzen dafür rotierende Nickel-Titan-Feilen ein. Zwischendurch spülen wir die Kanäle immer wieder mit Hilfe elektrophysikalisch-chemischen Methoden und Ultraschall. Durch diese Methode erzielen wir eine wesentlich bessere Reinigungswirkung und erheblich höhere Erfolgsprognosen, besonders bei gekrümmten Kanälen.
  • Bei Beschwerdefreiheit füllen wir die Wurzelkanäle mit Zement und Gummispitzen (Guttapercha). Ob die Füllung in Ordnung ist, wird mit einer Röntgenaufnahme kontrolliert.
  • Abschließend versorgen wir den Zahn mit einer adhäsiven Kunststofffüllung. Er ist dann so dicht verschlossen, das keine Bakterien in ihn eindringen können.

Die Beschreibung zeigt schon, dass eine Wurzelkanalbehandlung ein sehr zeitaufwendiges Verfahren ist. Je nachdem, wie viele Wurzelkanäle ein Zahn hat, wie eng und verschmutzt und wie gebogen diese sind, zieht sich die Behandlung über mehrere Termine hin. Treten zwischenzeitlich Beschwerden auf, kann sich die Behandlungsdauer noch einmal verlängern. Die Arbeit muss absolut präzise, sorgfältig und gründlich durchgeführt werden. Aber Sie können beruhigt sein: Wir verfügen über viel Erfahrung mit Wurzelkanalbehandlungen.

Trotzdem darf nicht verschwiegen werden, dass es bei aller Sorgfalt und Professionalität zu Komplikationen kommen kann, zum Beispiel:

  • Beschwerden am betroffenen Zahn, die auch während der Behandlung zwischen den Sitzungen oder auch nach Abschluss der Behandlung auftreten können
  • Auftreten von Schwellungen
  • Bruch der feinen Instrumente im Wurzelkanal
  • Überfüllung des Wurzelkanals
  • Da einige Zähne in unmittelbarer Nähe zur Kieferhöhle (im Oberkiefer) oder zu Nerven (im Unterkiefer) liegen, kann es in sehr seltenen Fällen zur Eröffnung der Kieferhöhle bzw. zu Verletzungen der Nerven kommen.
  • Manchmal stellt sich während der Behandlung heraus, dass der Zahn nicht erhalten werden kann und entfernt werden muss.
  • Gelegentlich kommt es erst längere Zeit nach Abschluss der Behandlung zu Beschwerden oder zu einer Entzündung um den Zahn herum, so dass der Zahn trotz aller Bemühungen entfernt werden muss. Der Behandlungserfolg ist deshalb in regelmäßigen Abständen durch Röntgenaufnahmen zu kontrollieren.

Alternativen zur Wurzelkanalbehandlung

Die Alternativen zur Wurzelkanalbehandlung sind zum einen die Extraktion (Ziehen des Zahns) und zum anderen ein chirurgischer Eingriff, bei dem die Wurzelspitze entfernt wird (Wurzelspitzenresektion). Beide Verfahren können in der Regel auch nach dem Scheitern des Versuchs einer Wurzelkanalbehandlung noch durchgeführt werden.

Und dann gibt es auch noch die Alternative „Nichts tun“ – die allerdings die schlechteste aller Lösungen ist. Denn bei einem Verzicht auf eine Behandlung muss damit gerechnet werden, dass sich die Entzündung der Pulpa auf den Kieferknochen ausweitet und es zu Schmerzen, Schwellungen und Eiterbildung (Abszess) kommt.

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Grafik: www.demaserv.de

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Dr. med. dent. Barbara Kremer
Kristina Kremer
Mittelberg 39
D-37085 Göttingen
Telefon (05 51) 79 53 23
Telefax (05 51) 7 90 94 22
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